Der Begriff Kulturwissenschaft wird heutztage als Alternative für die Modernisierung der Geisteswissenschaften betrachtet, den Dilthey in den 1880er Jahren ein spezifisches Profil und eine eigene Methodik verliehen und aber heute sich nicht vorrangig...
Der Begriff Kulturwissenschaft wird heutztage als Alternative für die Modernisierung der Geisteswissenschaften betrachtet, den Dilthey in den 1880er Jahren ein spezifisches Profil und eine eigene Methodik verliehen und aber heute sich nicht vorrangig über ihren gesellschaftlichen Nutzen definieret hat. Denn in der Zeit sozio-technischer Transformationsprozesse und Unübersichtlichkeiten wird die kulturwissenschaftliche Wende gefordert, in den Geisteswissenschaften neue Wege zu gehen und die Grenzen zwischen den radikal spezialisierten Wissenschaften zu überschreiten.
Eine wichtige Rolle in der Kulturwissenschaft spielt der Kulturbegriff, der im umfassendesten Sinne alles darstellt, was im Bezug auf den Menschen erläutert wird. Darin wird die Kultur nicht auf einen verengten Begriff wie ‘die hohe Kunst’ festgelegt, sondern einen umfassenden Begriff. Die Gesellschaft, Politik und Technologie etc. werden als Kultur betrachtet. Wenn die Situation der Zeit sich verändert, verändert auch die Kultur auch sich selbst. Dadurch wird die Begriffskategorie der Kultur ausgeweitert und dabei der neue Gegenstandsbereich der Kulturwissenschaft entdeckt.
Die Kulturwissenschaft ist von vornherein disziplinenübergreifend angelegt und als eine fächerüberspannende Orientierung hat sie ihre integrative Fähigkeit hervorgehoben. In diesem Sinne scheint sie eine günstigere Ausgangsposition für die "Metaebene der Reflexion" zu haben, um die heterogenen Ergebnisse der Wissenschaften zu dialogisieren, wobei sie die Dialogisierung zwischen Geistes- und Naturwissenschaften weiter vorantreiben könnte. In diesem Zusammenhang ist Kulturwissenschaft insbesondere muti-, inter-, und transdisziplinär ausgerichtet.