In der vorliegenden Arbeit wurde betrachtet, wie H. v. Kleists Lebensanschauung gewechsdt worden ist. Kleist kam es darauf, die absolute Wahrheit zu suchen und danach das gluckliche Leben zu leisten. Als er von dem militarischen Lebenslauf geschieden ...
In der vorliegenden Arbeit wurde betrachtet, wie H. v. Kleists Lebensanschauung gewechsdt worden ist. Kleist kam es darauf, die absolute Wahrheit zu suchen und danach das gluckliche Leben zu leisten. Als er von dem militarischen Lebenslauf geschieden hat, war es, weil die Kaserne fur semen Blick keine Freiheit und kein menschliches Recht gewahrt hat. In der Wissenschaft wollte er nun einen Weg suchen, sein Gluck zn verwirklichen. Er glaubte, das Gluck muβ auf der Tugend beruhen und man muβ sich selbst bilden, um tugendhaft zu sein. Das Erkenntnisorgan der Wahrheit sei die Vemunft und durch die Wahrheit konne man sich aufklaren.
Aber Nachdem er die Kantsphilosophie kennengelernt hat, glaubte er, in der Welt gibt es keine absolute Wahrheit und also keine Mog1ichkeit, zum ewigen Gluck zu gelangen. Von dieser Krise konnte ihn die Liebe zu seiner einmaligen Braut, Wilhelmine von Zenge erretten. Danach hielt er mehr von dem Sinn als der Vernunft. D.h. er wollte die Wahrheit gewinnen nicht von der Wissenschaft, sondern von dem Sinn, von dem Erlebnis in der Realitat. Er hat sein Studium vorlaufig unterbrochen und eine Reise nach der Heimat der Aufklarungsphilosophen, Paris gemacht. Aber das Leben in Paris hat ihn enttauscht, weil er da allerlei Laster bestatigte. Er wollte diesmal in der Idylle sein Ideal aufrollen und in der schweizerischen Insel Bauer werden. Das hat er nicht erfullen konnen, weil seine Braut ihm nicht zugestimmt hat und seine Gesundheit das nicht aushielt. Letztlich konnte er in der kreativen Literatur semen Trost finden.
Seine Literatur ist voll mit dem absoluten Gefuhi. Die meisten Helden bewegen sich von dem Gefuhl und gehen davon zugrunde wie ihr Urheber. Mindestens in der Literatur konnte er semen eigenen Tatigkeitskreis erringen und seine Utopie aufstellen. Fur Kleist ist das Leben der Weg zum Gluck aufgrund der absolten Wahrheit. Aber weil er allzu bei seiner Uberzeugung verharrt hat, konnte er nicht sein Ideal mit der Realitat ausgleichen. Er konnte sich in der Literatur behaupten, aber im Leben nach auβen war er nicht fahig sich anzupassen.