Daβ sich nach dem 2. Weltkrieg der geteilte Staat (ein legitim fortdauernder, aber nach internationaler Rechtsform geteilten Staat, i.e., zwei, gleichberechtigte Stellung habende, als internationale Subjekte vorlaufig geteilt bleibende Staaten) aus d...
Daβ sich nach dem 2. Weltkrieg der geteilte Staat (ein legitim fortdauernder, aber nach internationaler Rechtsform geteilten Staat, i.e., zwei, gleichberechtigte Stellung habende, als internationale Subjekte vorlaufig geteilt bleibende Staaten) aus dem 2 Kulturenprogramm im Kalten Krieg zwischen den Vereinigten Staaten uud der UdSSR entwickelte, zeigt sich auch in seiner jeweiligen Verfassungsform. Dieser Artikel beschaftigt sich damit, wie die Politiker bis Ende 1977, angesichts solcher Vereinigungs-probleme, die Verfassung Deutschlands und Koreans formulierten und handhabten.
Nach der Niederlage Deutschlanes am 8. Mai 1945 wurde das Land in Ost und West geteilt. In West-Deutschland wurde am 23. Mai 1949 das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland in Kraft gesetzt. Wenig spater, am 7. Oktober 1949, deklarierte Ost-Deutschland die Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik. Angaben uber die Vereinigung findet man in dem Paragraphen 146, Artikel 23 der Praambel des West-Deutschen Grundgesetzes. Was wir aus dem obig genannten Paragraphen ablesen konnen ist, daβ West-Deutschland die Moglickeit einer Vereinigung nicht ausschlieβt sondern ehr anbietet, wie aus einer dort zitierten Offerte hervorgeht, einer Verfassung betreffendene Konferenz zu eroffnen. Wenn man sich die, in uber drei Sitzungen festgesetze, Ost-Deutsche Verfassung und Vereinigunspolitik betrachtet, stellt man fest, daβ Ost-Deutschland ein vereinigten zweier geteilter Staaten festhalt. Seit Ost-Deutschland sich dann im Jahre 1970 in ihrer neuen Verfassung als "Sozialistisches Land Deutscher Nation mit Anspruch auf Verantwortung fur ganz Deutschland" definierte, scheint die, ohnehin durch die Polarisierungen NATO versus Warschauer Pakt, EG versus RWEG(COMECON), sowie unzahliger diplomatischer Winkelzuge, belastete Teilung sich noch weiter als eine sich autonom entwickelnde Kultur zu bestatigen.
Nach der Befreiung von Japan am 15. August 1945 errichtete das nun befreite, aber seit 1948 am 38. Breitengrad geteilte Sud-Korea die Verfassung der Republik Korea, und am 8. September 1948 proklamierte Nord-Korea die Verfassung der sogenannten "Demokratischen Volksrepublik Choson". Jeder der beiden Staaten bestand darauf, daβ seine Verfassung die Vollkommene sei, ohne in ihr eine ausdruckliche Bestimmung zur Wiedervereinigung miteinbezogen zu haben. Die geteilten Staaten gaben damit still-schweigend zu, daβ eine etwaige Wiedervereinigung ohne Gewalt auβer Frage stehe. Nach der Nord-Sud Gemeinschaftserklarung vom 4. Juni 1972 scheinen nun beide neu formulierten Verfassungen eine friedliche Vereinigung zu idealisieren, aber in Wirklichkeit unterscheidet sich diese Politik von der deutschen insofern, daβ die Plane abstrahiert und konkrete Vorschlage praktisch inexistent sind.
Seit der Revolution des 19. April ist-vom vereinigungspolitischen Aspekt betrachtet-die nordliche Theorie, daβ eine Vereinigung gewaltlos nicht moglich sei, aufgegeben, und die Vereinigung auf friedlichem Wege als politische Maxime ausgerufen worden. Der Vereinigungsplan nach der Revolution des 16. Mai mit seinem Schlagwort "Zuerst Restauration-dann Vereinigung" wurde als "die Situation des Kalte Krieges zu fordern" charakterisiert. Am 4. Juli 1972 eroffneten die Vorsitzenden des Nord-Sud Kontrollkomitees eine Konferenz, deren Ziel es war.' eine gemeinschaftliche Erklarung zun Thema "Neue Motivierung die Nord-Sud Beziehung fruchtbar zu gestalten, insbesondere in Bezug auf die Losung des Verngeinigungsproblem". absugeben Erklarung, Dieses die 4. Republiksverfassung, wurde ganz kar ein bis zur Vereinigung gultiges Interim Gesetz benannt. Durch die am 23. Juni prasentierte Friedensdeklaration gab es daraufhin sogar Zonenumwandlungen. Aber dann wurde nach Veroffentlichung der Nord-Sud Gemeinschaftserklarung vom 7. April 1972 auf nordkoreanischer Seite in einer von neuem aufgestellten 1972er Verfassung offentlich renommiert, daβ diese "vollkommene" Verfassung fur die Meinung des gesamten Choson Volkes als ein sozialistischer Staat reprasentativ sei und nur zu dessen vollem Vorteile sei. In Wirklichkeit war die Vereiningungspolitik auch nur ein propagandistisches Mittel, wie das Ausweichen, wesentliche Probleme zu erortern, deutlich zeigte.
Wie oben angezeigt, haben die Verfassungen eines geteilten Landes anfanglich die Intention, indifferent zu sein, stimulieren jedoch kalten Krieg, da beide Seiten darauf bestehen sich auto nom reprasentieren zu konnen und damit Konfiikte unausweich lich sind. Es gab zwar eine vollstandige, die jedweiligen beiden Staaten umfassende, Verfassung, doch als man nach Wahrhabung, daβ die Teilung in der Realitat kontinuierlich sei, provisorische "bis zur Vereinigung gultige" Verfassungen aufstellte, machte sich schlieβlich die Tendenz nur zu deutlich, daβ zwei separate Staaten im Aufbau waren.
Ein Land das als geteiltes angesehen wird ist letztendlich Ergebnis wechselnder internationaler Umstande, uud seine Vereinigung ist, falls uberhaupt in Rahmen des Moglichen, nolens volens abhangig vom Ubereinkommen der Groβmachte.