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    호모 모빌리스와 트랜싯 포에지 = Homo mobils und Transit-Poesie

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    다국어 초록 (Multilingual Abstract) kakao i 다국어 번역

    Nach Jaques Attali war Nomadismus ein wichtiger Treibfaktor für dieMenschheitsgeschichte. Dies betrifft jedoch nicht nur die Vergangenheit.
    Nomadismus entscheidet sowohl in der Gegenwart als auch in derZukunft weiter das menschliche Leben, so Jaques Attali. Wir, dieErdbewohner des 21. Jahrhunderts leben tatsächlich in einerMobilitätsgesellschaft und erleben tagtäglich die Mobilität. Durch dieModernisierung, eine Industrialisierung, die Technisierung sowie dieTrennung von Wohn-, Bildungs- und Freizeitsorte hat die Mobilität desMenschen explosionsartig zugenommen. Dazu findet derzeit ein weitererParadigmenwechsel im Bereich der Mobilität statt: eine informationelleMobilität von Internet, E-Mail und Handy.
    Diese Mobilität ermöglicht die Grenzüberschreitungen, sie macht also diesoziale Integration möglich. Mobilität gilt mittlerweile im modernenPersonalleben als unabdingbare Voraussetzung für soziale Teilhabe. Wermobil ist, steht im Kontakt mit seiner Umwelt. Mobilität ist mit ‘geistigbeweglich’, ‘kreativ’. ‘jugendlich-kraftvoll’ konnotiert. Es gibt aber auch einanderes Phänomen der Gegenwart, das die Mobilität hervorruft: dieIndividualisierung. Diese hat drastische Veränderungen derzwischenmenschlichen Interaktion zur Folge.
    Mobilität ist das Signum und Leitbild der jetzigen Zeit. Als homomobilis wird der Mensch bezeichnet, dessen Alltag von räumlichen wievirtuellen Pendler-Prozessen bestimmt wird und der sich nicht mehrnachhaltig verortet. Mit dem Thema Mobilität setzt sich eine Vielzahl von Autoren der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur auseinander. Zunennen wäre in diesem Zusammenhang Durs Grünbein, der das Leben imTransit zur Grundbedingung für die Kunst nach der Wende gemacht hat.
    In seinem Essay Transit Berlin bezeichnet er den neuen Künstler-Typusfür das heutige “Zeitalter absoluter Beschleunigung und Medialisierung”als “Transit-Künstler”. Der Künstler ist, angesichts der einschneidendengesellschaftlichen Änderungen, die die Wende 1989 mit sich gebracht hat,ein “Streuende(r)”, ein “Transit-Künstler”. Dieser reagiert instinktiv aufseine Umwelt und kann nur in den “Zwischenzonen”, im “Niemandsland”,d. h. im Transitraum heimisch sein. “Der neue Künstler hat keinProgramm mehr, sondern nur noch Nerven”, sagt Grünbein. Bei deraktuellen Lyrikforschung ist der Begriff “Transit-Künstler” zurCharakterisierung der gegenwärtigen Lyrik gebräuchlich geworden.
    Bei dem Transit-Künstler zeichnet sich deutlich eine Verabschiedungvon den alten Dichtungskonzepten ab, die sich auf die zweckgerichteteWirklichkeit beziehen. Darin spielt das alte idealistische Subjekt, derIch-König keine Rolle mehr. Transit-Künstler lebt in Unsicherheiten, inUnerklärlichkeiten, in Unverständlchkeiten. Unter dieser existenziellenBedingung partizipiert der Transit-Künstler an der unabschließbarenBewegung des Unterwegsseins.
    Bei diesem Aufsatz geht es darum, am Beispiel von vier Dichtern dasTransitorische herauszufinden und dessen Gemeinsamkeiten undUnterschiedlichkeiten miteinander zu vergleichen. Betrachtet werden sollen:Durs Grünbein, Brigitte Oleschinski, Barbara Köhler und AlbertOstermaier. Auf verschiedene Weise machen diese Dichter Mobilität undTransitorisches zum literarischen Thema.
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    Nach Jaques Attali war Nomadismus ein wichtiger Treibfaktor für dieMenschheitsgeschichte. Dies betrifft jedoch nicht nur die Vergangenheit. Nomadismus entscheidet sowohl in der Gegenwart als auch in derZukunft weiter das menschliche Leben, so Jaques ...

    Nach Jaques Attali war Nomadismus ein wichtiger Treibfaktor für dieMenschheitsgeschichte. Dies betrifft jedoch nicht nur die Vergangenheit.
    Nomadismus entscheidet sowohl in der Gegenwart als auch in derZukunft weiter das menschliche Leben, so Jaques Attali. Wir, dieErdbewohner des 21. Jahrhunderts leben tatsächlich in einerMobilitätsgesellschaft und erleben tagtäglich die Mobilität. Durch dieModernisierung, eine Industrialisierung, die Technisierung sowie dieTrennung von Wohn-, Bildungs- und Freizeitsorte hat die Mobilität desMenschen explosionsartig zugenommen. Dazu findet derzeit ein weitererParadigmenwechsel im Bereich der Mobilität statt: eine informationelleMobilität von Internet, E-Mail und Handy.
    Diese Mobilität ermöglicht die Grenzüberschreitungen, sie macht also diesoziale Integration möglich. Mobilität gilt mittlerweile im modernenPersonalleben als unabdingbare Voraussetzung für soziale Teilhabe. Wermobil ist, steht im Kontakt mit seiner Umwelt. Mobilität ist mit ‘geistigbeweglich’, ‘kreativ’. ‘jugendlich-kraftvoll’ konnotiert. Es gibt aber auch einanderes Phänomen der Gegenwart, das die Mobilität hervorruft: dieIndividualisierung. Diese hat drastische Veränderungen derzwischenmenschlichen Interaktion zur Folge.
    Mobilität ist das Signum und Leitbild der jetzigen Zeit. Als homomobilis wird der Mensch bezeichnet, dessen Alltag von räumlichen wievirtuellen Pendler-Prozessen bestimmt wird und der sich nicht mehrnachhaltig verortet. Mit dem Thema Mobilität setzt sich eine Vielzahl von Autoren der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur auseinander. Zunennen wäre in diesem Zusammenhang Durs Grünbein, der das Leben imTransit zur Grundbedingung für die Kunst nach der Wende gemacht hat.
    In seinem Essay Transit Berlin bezeichnet er den neuen Künstler-Typusfür das heutige “Zeitalter absoluter Beschleunigung und Medialisierung”als “Transit-Künstler”. Der Künstler ist, angesichts der einschneidendengesellschaftlichen Änderungen, die die Wende 1989 mit sich gebracht hat,ein “Streuende(r)”, ein “Transit-Künstler”. Dieser reagiert instinktiv aufseine Umwelt und kann nur in den “Zwischenzonen”, im “Niemandsland”,d. h. im Transitraum heimisch sein. “Der neue Künstler hat keinProgramm mehr, sondern nur noch Nerven”, sagt Grünbein. Bei deraktuellen Lyrikforschung ist der Begriff “Transit-Künstler” zurCharakterisierung der gegenwärtigen Lyrik gebräuchlich geworden.
    Bei dem Transit-Künstler zeichnet sich deutlich eine Verabschiedungvon den alten Dichtungskonzepten ab, die sich auf die zweckgerichteteWirklichkeit beziehen. Darin spielt das alte idealistische Subjekt, derIch-König keine Rolle mehr. Transit-Künstler lebt in Unsicherheiten, inUnerklärlichkeiten, in Unverständlchkeiten. Unter dieser existenziellenBedingung partizipiert der Transit-Künstler an der unabschließbarenBewegung des Unterwegsseins.
    Bei diesem Aufsatz geht es darum, am Beispiel von vier Dichtern dasTransitorische herauszufinden und dessen Gemeinsamkeiten undUnterschiedlichkeiten miteinander zu vergleichen. Betrachtet werden sollen:Durs Grünbein, Brigitte Oleschinski, Barbara Köhler und AlbertOstermaier. Auf verschiedene Weise machen diese Dichter Mobilität undTransitorisches zum literarischen Thema.

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    참고문헌 (Reference)

    1 자크 아탈리, "호모 노마드, 유목하는 인간" 웅진 닷컴 2005

    2 피에르 레비, "집단 지성. 사이버 공간의 인류학을 위하여" 문학과 지성 2001

    3 Handke, Peter, "Untertagsblues, In Ein Stationsdrama" 2003

    4 Bartl, Andrea, "Transitliebe, Transitkunst, In Transiträume" S9-S22, 2009

    5 Grünbein, Durs, "Transit Berlin, In Galilei vermißt Dantes Hölle und bleibt an den Maßen hängen. Aufsätze 1989-1995" 1996

    6 Grünbein, Durs, "Schädelbasislektion" 1991

    7 Krechel, Ursula, "Nach Mainz" 1977

    8 Tully, Claus T., "Mobliler Alltag. Mobilität zwischen Option und Zwang, In Vom Zusammenspiel biographischer Motive und sozialer Vorgaben" 2006

    9 Elm, Theo, "Lyrik der Gegenwart, In Geschichte der deutschen Lyrik. Vom Mittelalter bis zur Gegenwart. 2" S605-S620, 2001

    10 Bogdal, Klaus-Michael, "Klimawechsel. Eine kleine Meteorlogie der Gegenwartsliteratur, In Baustelle Gegenwartsliteratur. Die neunziger Jahre" S9-S31, 1998

    1 자크 아탈리, "호모 노마드, 유목하는 인간" 웅진 닷컴 2005

    2 피에르 레비, "집단 지성. 사이버 공간의 인류학을 위하여" 문학과 지성 2001

    3 Handke, Peter, "Untertagsblues, In Ein Stationsdrama" 2003

    4 Bartl, Andrea, "Transitliebe, Transitkunst, In Transiträume" S9-S22, 2009

    5 Grünbein, Durs, "Transit Berlin, In Galilei vermißt Dantes Hölle und bleibt an den Maßen hängen. Aufsätze 1989-1995" 1996

    6 Grünbein, Durs, "Schädelbasislektion" 1991

    7 Krechel, Ursula, "Nach Mainz" 1977

    8 Tully, Claus T., "Mobliler Alltag. Mobilität zwischen Option und Zwang, In Vom Zusammenspiel biographischer Motive und sozialer Vorgaben" 2006

    9 Elm, Theo, "Lyrik der Gegenwart, In Geschichte der deutschen Lyrik. Vom Mittelalter bis zur Gegenwart. 2" S605-S620, 2001

    10 Bogdal, Klaus-Michael, "Klimawechsel. Eine kleine Meteorlogie der Gegenwartsliteratur, In Baustelle Gegenwartsliteratur. Die neunziger Jahre" S9-S31, 1998

    11 Braun, Michael, "In aufgerissenen Sprachräumen. Eine Begegnung mit Gedichten der neunziger Jahre, In Deutschsprachige Gegenwartsliteratur. Wider ihre Verächter" S271-S285, 1995

    12 Nick, Dagmar, "Gewendete Masken. Gedichte. Aachen 1996" Mental Heat Control. Gedichte. Reinbek bei Hamburg 1990

    13 Holznagel, Franz-Josef, "Geschichte der deutschen Lyrik" 2004

    14 Ostermaier, Albert, "Für den Anfang der Nacht, In Gedichte" 2007

    15 Lampart, Fabian, "Durs Grünbein und die deutsche Lyrik nach 1989, In Schreiben am Schnittpunkt. Poesie und Wissen bei Durs Grünbein" 2007

    16 Korte, Hermann, "Deutschsprachige Lyrik seit 1945" 2004

    17 Köhler, Barbara, "Deutsches Roulette, In Gedichte" 1991

    18 Kirsch, Sarah, "Bodenlos, In Gedichte" 1996

    19 Köhler, Barbara, "Blue Box, In Gedichte" 1995

    20 Ostermaier, Albert, "Autokin, In Gedichte" 2001

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