Die Charakteristika von Texten können durch die Zusammenfassung des Themas bzw. des Hauptinhalts erfasst werden. Bei umfangreichen Texten oder solchen, die aus mehreren Subtexten bestehen, ist die Erfassung des Themas bzw. des Hauptinhalts aber nicht...
Die Charakteristika von Texten können durch die Zusammenfassung des Themas bzw. des Hauptinhalts erfasst werden. Bei umfangreichen Texten oder solchen, die aus mehreren Subtexten bestehen, ist die Erfassung des Themas bzw. des Hauptinhalts aber nicht immer leicht. Insbesondere bei Gesetzestexten, die über eine eigentümliche Struktur verfügen, erhöht sich die Schwierigkeit. Mithilfe eines Korpus, das hochfrequente Wörter bzw. Wortpaare und ihre Häufigkeit mit adäquaten statistischen Methoden erfasst, ist die Erstellung von Schlüsselwörtern bzw. Schlüsselwortpaaren ein simpler Vorgang.
In diesem Zusammenhang haben wir versucht, mithilfe eines Gesetzeskorpus die Schlüsselwörter bzw. Schlüsselwortpaare des StGB als Beispieltext herauszuarbeiten. Für die Erstellung der Schlüsselwörter wurden die sogenannte ‘Log-Likelihood’, ‘Relative Frequency Ratio’ (= RFR) u.a. angewandt; die RFR hat sich bei der Auswahl der Schlüsselwörter des StGB als nützlich herausgestellt. Zur Erstellung der Wortpaare wurden sogenannte Kollokationswerte herangezogen. Der t-Score war in diesem Fall adäquat genug, um die Schlüsselwortpaare des StGB zu erstellen.