1. Die Gabe des Bewußtseins erlaubte dem Menschen, sein Dasein unter Plan zu stellen, im Gegensatz zum Tier, dessen Lebensaußerungen vom unbewußten lnstinkt bestimmt werden. Aus der planvollen Ordnung menschlichen Lebens entstanden die sogenanten b...
1. Die Gabe des Bewußtseins erlaubte dem Menschen, sein Dasein unter Plan zu stellen, im Gegensatz zum Tier, dessen Lebensaußerungen vom unbewußten lnstinkt bestimmt werden. Aus der planvollen Ordnung menschlichen Lebens entstanden die sogenanten bildenden kunste. Unter dieser Voraussetzung Versucht der erste Teil die menschlichen Bekleidungsschondeit als die bildende Schonheit zu bestimmen.
2. Im zweiten Teil, die sich mit dem Wesen der Mode befaßt, werden die folgenden Punkte betont:
Jede Mode verlangt nach Paten. Erst wenn sie von einem bestimmten Kreis anerkannt und aufgenommen wird, kann Mode werden. Ihre Kurve steigt mit zunehmender Popularitat: standig ver großert sich dann der kreis derer, die an ihr Gefallen finden. Wenn die allgemeine Nachahmung ihren Hohepunkt erreicht hat, anders gesagt: wenn Mode in uniformitat umzuschlagen und damit aufzuhoren droht, modern zu sein, wird der Zyklus entweder jah unterbrochen oder klingt allmahlich ab. Auch dies ist eine der zahlreichen Paradoxien jeder Mode: Ihr Ziel-die allgemiine Herschaft-bringt auch den Untergang in sich.
<<En Vogue>> sagen die Franzosen etwas ist modern in Mode. Voque bedeutet Mode und auch Wellenbewegung. DAs Auz und Abder modischen Veranderung kommt in diesem Wort sehr plastisch zum Ausdruck. Im großen un gznen kann man, wie sick zeigt, jeden Modezykl ??n folgende Phasen unterteilen : Entstehen des Originals, des Modells: seine Aufnahme als modische Aktualitat in kleineren Kreis: Nachahmung einer dem breiten Geechmack angepaßten Version in der billigeren Serienproduktion: die Sattigung; das Abklingen des Interesses oder volliges Ausscheiden der Ware.
Die Modezyklen sind bei modischen Kleidungsstucken sehr versieden - bei weniger teuren, bei Sommerstraßenkleidern der Huten beispielweise, wechseln die Zyklen sehr schnell, namlich von Saison zu Saison.
Auch diese Saisonbedingtheit ist ein typisches Merkmal des Modeprozesses.
Manche Modeneubeiten allerdings gehen, wenn sie von breiten Verbraucherschichten als zweckmaßig anerkannt werden, in die Kategorie des Standards uber.
Dabei werden die folgenden Punkte beconders bemerkt:
a. Mode braucht zu ihrer Verbreitung Publizitat und Leitbilder.
b. Das Wesen der Mode-die Veranderung-steht dem dynamischen Lebenstempo junger Menschen naher.
c. Die Symbolik des gesellschaftlichen Prestiges, nach außen hin durch die kleidung dokumentiert, gilt nach wie vor.
d. Die Verwirklichung der Mode war stets von fener Bevolderungsgruppe abhagig, die genugend Mittel dazu besaße. In Wirklichkeit spiegelt die Mode den gesamten Lebensstil der Gesellschaft wider.
e. Im drittn Teil wird die Bekleidungsindustrie mit dem Beginn des Maschienenzeitalters im 19. Jahrhundert dargestellt. Mit anderen Worten: mit dem weiteren Aufschuwung der Textil-, Bekleidungs - und chemischen Industrie im Verlauf des 19. Jahrhunderts setzte die Demokratiesierung der Mode ein.
Die industrielle Produktion ermoglchte bei den einzelnen Kleiderarten unter anderem eine viel reichere Zweckstruktur.
Die ursprunglichen zwei Hauptkategorien-Alltags d. h. Arbeitskleidung, und Sontags-d. h. Festkleidung-zerfielen in eine Reihe spezialisierter Kleidungsstucke : Hauskleidung. Ausgangskleidung, Gesellschaftskleidung, Abendkleidung, Freizeitkleidung. Sportkleidung, Reisekleidung usw.