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    팔림프세스트로서의 텍스트 - 볼프강 쾨펜의 소설 『야콥 리트너의 땅굴로부터의 수기』를 중심으로 = Text als Palimpsest - Wolfgang Koeppens Roman Jakob Littners Aufzeichnungen aus einem Erdloch

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    다국어 초록 (Multilingual Abstract) kakao i 다국어 번역

    In der vorliegenden Arbeit wird versucht, Wolfgang Koeppens Roman Jakob Littners Aufzeichnungen aus einem Erdloch im Hinblick auf seine Entstehungs- und Publikationsgeschichte und seinen palimpsestischen Charakter zu analysieren. Das Werk erschien im Jahr 1948 als Aufzeichnungen eines Nazi-Opfers unter dem Namen Jakob Littner, einem jüdischen Briefmarkenhändler aus München. Dem Inhalt des Textes zufolge musste Littner nach den sich immer weiter zuspitzenden Verfolgungen 1938 München verlassen. Seitdem wurde er von Lager zu Lager verschleppt, gepeinigt und gedemütigt und überlebte wie durch ein Wunder. In Zbaraz, dem letzten Zufluchtsort, baute er ein Erdloch, in dem er sich mit seiner neuen Lebenspartnerin Janina Korngold versteckte und teilweise bei Eiseskälte ausharren musste. 1944 war das Zwangsversteck mit dem Einmarsch der Roten Armee beendet.
    Nach der Rückkehr in die Stadt München wollte er seine Erfahrung veröffentlichen und besuchte mit einem Manuskript den Verleger Herbert Kluger, der seinem alten Bekannten Koeppen einen Vorschlag machte. ein stellvertretender Autor zu werden. Koeppen schrieb die Geschichte Littners, dem er nie persönlich begegnet ist, in Romanform auf und zwar mit einer starken Literarisierung. Dafür bekam er von Littner monatlich zwei Care-Pakete aus Amerika als Honorar geschickt.
    In dieser Hinsicht spielen bei der Untersuchung des Romans die Entstehungs- und Publikationsgeschichte eine sehr wichtige Rolle. Koeppen hat Littners Originaltext mit literarischen Mitteln verarbeitet. Nach Gérard Genettes Texttheorie hat ein Text stets eine Beziehung mit einem anderen Text. Er bezeichnet dieses Phänomen als Palimpsest. Ein Palimpsest ist ein Manuskript, dessen ursprüngliche Beschriftung, Hypotext, von einem anderen Text, Hypertext, überschrieben wird. Im Fall von Littner und Koeppen können Littners Originalmanuskript als Hyoptext und Koeppens Roman als Hypertext angesehen werden.
    Im Allgemeinen wird angenommen, dass Koeppen mit dem Roman Tauben im Gras (1951) sein öffentliches Schreiben nach dem Krieg wieder begonnen hat. In der Tat ist das nicht ganz richtig. Er hat schon 1948 einen Text geschrieben, der eine Gratwanderung zwischen Fiktionalität und Faktizität unternimmt. Durch die Analyse wurde herausgefunden, dass Koeppens Text keine kontinuierliche Erzählung ist, sondern sich in kurze Abschnitte gliedert, die trotz der fehlenden Datumsangaben an ein Tagebuch erinnern. Er berichtet oft im Präsens, damit die Erlebnisse des Protagonisten dem Leser noch lebendiger mitgeteilt werden. Koeppen nimmt auch eine sprachliche und stilistische Umarbeitung des Originaltexts vor. Sein Stil ist im Vergleich zu Littner eher einfacher und schlichter, weil er mit einem durchschnittlichen Schreibstil eines Briefmarkenhändlers dem Leser einen authentischen Eindruck geben musste. Dennoch konnte er seine Intention nicht konsequent durchziehen. Er hat mit dem häufigen Gebruach von parataktischen Sätzen und bildhaften Metaphern den Originaltext literarisiert und durch den Perspektivenwechsel des Erzählers und fiktionalen Figuren einen neuen Text geschaffen. Erst 1992 wurde der wahre Autor des Textes bekannt. Koeppen behauptete, dass die Geschichte Littners am Ende seine eigene Geschichte wurde.
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    In der vorliegenden Arbeit wird versucht, Wolfgang Koeppens Roman Jakob Littners Aufzeichnungen aus einem Erdloch im Hinblick auf seine Entstehungs- und Publikationsgeschichte und seinen palimpsestischen Charakter zu analysieren. Das Werk erschien im ...

    In der vorliegenden Arbeit wird versucht, Wolfgang Koeppens Roman Jakob Littners Aufzeichnungen aus einem Erdloch im Hinblick auf seine Entstehungs- und Publikationsgeschichte und seinen palimpsestischen Charakter zu analysieren. Das Werk erschien im Jahr 1948 als Aufzeichnungen eines Nazi-Opfers unter dem Namen Jakob Littner, einem jüdischen Briefmarkenhändler aus München. Dem Inhalt des Textes zufolge musste Littner nach den sich immer weiter zuspitzenden Verfolgungen 1938 München verlassen. Seitdem wurde er von Lager zu Lager verschleppt, gepeinigt und gedemütigt und überlebte wie durch ein Wunder. In Zbaraz, dem letzten Zufluchtsort, baute er ein Erdloch, in dem er sich mit seiner neuen Lebenspartnerin Janina Korngold versteckte und teilweise bei Eiseskälte ausharren musste. 1944 war das Zwangsversteck mit dem Einmarsch der Roten Armee beendet.
    Nach der Rückkehr in die Stadt München wollte er seine Erfahrung veröffentlichen und besuchte mit einem Manuskript den Verleger Herbert Kluger, der seinem alten Bekannten Koeppen einen Vorschlag machte. ein stellvertretender Autor zu werden. Koeppen schrieb die Geschichte Littners, dem er nie persönlich begegnet ist, in Romanform auf und zwar mit einer starken Literarisierung. Dafür bekam er von Littner monatlich zwei Care-Pakete aus Amerika als Honorar geschickt.
    In dieser Hinsicht spielen bei der Untersuchung des Romans die Entstehungs- und Publikationsgeschichte eine sehr wichtige Rolle. Koeppen hat Littners Originaltext mit literarischen Mitteln verarbeitet. Nach Gérard Genettes Texttheorie hat ein Text stets eine Beziehung mit einem anderen Text. Er bezeichnet dieses Phänomen als Palimpsest. Ein Palimpsest ist ein Manuskript, dessen ursprüngliche Beschriftung, Hypotext, von einem anderen Text, Hypertext, überschrieben wird. Im Fall von Littner und Koeppen können Littners Originalmanuskript als Hyoptext und Koeppens Roman als Hypertext angesehen werden.
    Im Allgemeinen wird angenommen, dass Koeppen mit dem Roman Tauben im Gras (1951) sein öffentliches Schreiben nach dem Krieg wieder begonnen hat. In der Tat ist das nicht ganz richtig. Er hat schon 1948 einen Text geschrieben, der eine Gratwanderung zwischen Fiktionalität und Faktizität unternimmt. Durch die Analyse wurde herausgefunden, dass Koeppens Text keine kontinuierliche Erzählung ist, sondern sich in kurze Abschnitte gliedert, die trotz der fehlenden Datumsangaben an ein Tagebuch erinnern. Er berichtet oft im Präsens, damit die Erlebnisse des Protagonisten dem Leser noch lebendiger mitgeteilt werden. Koeppen nimmt auch eine sprachliche und stilistische Umarbeitung des Originaltexts vor. Sein Stil ist im Vergleich zu Littner eher einfacher und schlichter, weil er mit einem durchschnittlichen Schreibstil eines Briefmarkenhändlers dem Leser einen authentischen Eindruck geben musste. Dennoch konnte er seine Intention nicht konsequent durchziehen. Er hat mit dem häufigen Gebruach von parataktischen Sätzen und bildhaften Metaphern den Originaltext literarisiert und durch den Perspektivenwechsel des Erzählers und fiktionalen Figuren einen neuen Text geschaffen. Erst 1992 wurde der wahre Autor des Textes bekannt. Koeppen behauptete, dass die Geschichte Littners am Ende seine eigene Geschichte wurde.

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    참고문헌 (Reference)

    1 Döring, Jörg, "„...ich stellte mich unter, ich machte mich klein...‟ Wolfgang Koeppen 1933-1948" 2001

    2 Nölle, Volker, "“Gestrüppgerüst”. Das Labyrinthische der Texte Texte des Labyrinthischen in Romanen Wolfgang Koeppens, In Jahrbuch der Internationalen Wolfgang Koeppen-Gesellschaft" IUDICIUM 2003

    3 Costazza, Alessandro, "Wolfgang Koeppens Verarbeitung von Jakob Litters Memoiren. Von einer metaphysischen zu einer existentialistischen Perspektive, In treibhaus. Jahrbuch für die Literatur der fünfziger Jahre" 259-301, 2006

    4 Häntzschel, Günter, "Wolfgang Koeppen. Leben Werk Wirkung" Suhrkamp 2006

    5 Hielscher, Martin, "Wolfgang Koeppen. Beck" 1988

    6 Becker, Sabina, "Wolfgang Koeppen und die deutsche Nachkriegsliteratur, In treibhaus. Jahrbuch für die Literatur der fünfziger Jahre" IUDICIUM 62-77, 2006

    7 Quack, Josef, "Wolfgang Koeppen" Königshausen & Neumann 1997

    8 Reich-Ranicki, Marcel, "Wolfgang Koeppen" Ammann 1996

    9 Arnold, Heinz Ludwig, "Voller Bitterkeit und Trauer, aber ohne Haß. Wolfgang Koeppen – Chronist einer jüdischen Leidensgeschichte: Jakob Littner. Aufzeichnungen aus einem Erdloch. In: Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt, 10. 4. 1992. In: Georg Guntermann, Der Holocaust als literarisches Versteck?, In Wolfgang Koeppen – Mein Ziel war die Ziellosigkeit" 313-326, 1998

    10 Genette, Gérard, "Palimpseste. Die Literatur auf zweiter Stufe" Suhrkamp 1993

    1 Döring, Jörg, "„...ich stellte mich unter, ich machte mich klein...‟ Wolfgang Koeppen 1933-1948" 2001

    2 Nölle, Volker, "“Gestrüppgerüst”. Das Labyrinthische der Texte Texte des Labyrinthischen in Romanen Wolfgang Koeppens, In Jahrbuch der Internationalen Wolfgang Koeppen-Gesellschaft" IUDICIUM 2003

    3 Costazza, Alessandro, "Wolfgang Koeppens Verarbeitung von Jakob Litters Memoiren. Von einer metaphysischen zu einer existentialistischen Perspektive, In treibhaus. Jahrbuch für die Literatur der fünfziger Jahre" 259-301, 2006

    4 Häntzschel, Günter, "Wolfgang Koeppen. Leben Werk Wirkung" Suhrkamp 2006

    5 Hielscher, Martin, "Wolfgang Koeppen. Beck" 1988

    6 Becker, Sabina, "Wolfgang Koeppen und die deutsche Nachkriegsliteratur, In treibhaus. Jahrbuch für die Literatur der fünfziger Jahre" IUDICIUM 62-77, 2006

    7 Quack, Josef, "Wolfgang Koeppen" Königshausen & Neumann 1997

    8 Reich-Ranicki, Marcel, "Wolfgang Koeppen" Ammann 1996

    9 Arnold, Heinz Ludwig, "Voller Bitterkeit und Trauer, aber ohne Haß. Wolfgang Koeppen – Chronist einer jüdischen Leidensgeschichte: Jakob Littner. Aufzeichnungen aus einem Erdloch. In: Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt, 10. 4. 1992. In: Georg Guntermann, Der Holocaust als literarisches Versteck?, In Wolfgang Koeppen – Mein Ziel war die Ziellosigkeit" 313-326, 1998

    10 Genette, Gérard, "Palimpseste. Die Literatur auf zweiter Stufe" Suhrkamp 1993

    11 Nünning, Ansgar, "Metzler Lexikon Literatur- und Kulturtheorie. Ansätze-Personen-Grundbegriffe" 1998

    12 Littner, Jakob, "Mein Weg durch die Nacht. Ein Dokument des Rassenhasses. Erlebnisbericht aufgezeichnet von J. Littner" 2002

    13 Koeppen, Wolfgang, "Jakob Littners Aufzeichnungen aus einem Erdloch" Suhrkamp 1994

    14 Lange, Günter, "Jahrbuch der Internationalen Wolfgang Koeppen-Gesellschaft" 2003

    15 Häntzschel, Günter u. Hiltrud, "Ich wurde eine Romanfigur Wolfgang Koeppen 1906-1996" 2006

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