Im vorliegendem Aufsatz`Friederich Theodor Vischer. Ein Hegelianer?` wird die Mitschrift Aesthetick vom Philosoph F. Th. Vischer aur ersten Berliner Vorlesung des Kunsthistoriker H.G. Hotho uber die Asthetik aus dem Jahr1833 vorgescstellt und kommenti...
Im vorliegendem Aufsatz`Friederich Theodor Vischer. Ein Hegelianer?` wird die Mitschrift Aesthetick vom Philosoph F. Th. Vischer aur ersten Berliner Vorlesung des Kunsthistoriker H.G. Hotho uber die Asthetik aus dem Jahr1833 vorgescstellt und kommentiert. Diese Quelle aus dom Vischers Nachlass der deutschen Universitatsbiliothek Tubingen wurde im Rahmen eines durch die Deutsche Forschlhtgsgemeinschaft(DFG) in den Jahren 1999 bis 2001 geforderten Projekts Uber Asthetik und spekulative Kunstgeschichte. Philosophische Gnundlagen der Kunstgeschichte als hiseorischer Wssenschaft im Hegelianismus unter der Leitung von Frau Prof, Dr. Annemarie Gethmann-Siefert am Forschtungsschwerpunkt zur Asthetik des deutschen Idealismus der FemUniversitat Hagen transkribiert und editorisch bearbeitet. Die hier korrnnentierte Mitschrift von F. Th. Vischer ist wissenschaftlich sehr wertvoll, da sie zwischen G.W.F. Hegels Berliner Vorlesungen (1820/21; 1823; 1826; 1828/29) und H.G. Hothos ediereen Fassung der Hegelschen Asthetik(1835-38) entsenden ist. Von daher dokumentiert dieses Manuskript Vischers von 1833 die neue asthetische Orientienmg und Aktentsetzung Hothos im Vergeich mit der Philosophie der Kunst des Leluers Heel. Die Hauptthese, die im vorliegendem Aufsatz demonslriert wird, ist dass der beruhmte Hegelschuler F. Th. Vischer eigentlich eher Schuter vom Herausgeber der Hegelschen Asthetik und Kunsthistoriker Hotho als von Hegel ist, da er zum einem Hegel nie direkt kennergelemt hat und zum anderem ausschlieslich die von H. G. Hotho modifzieree Version von Hegels Philosophie der Kunst gekainlt hat Wie A. Gethmann-Siefert bewiesen hat, ist Hotho nach Hegel Tod in der Bearbeitung der Druckfasssung der Hegelschen Asthetik nicht eidach rezeptiv, sondern produktiv gewesen und hat uns eine nicht zuverlassige Quelle geliefert. Im Aufsatz wird dieses revolutionare Ergelnis der Hegelforschung der letzen Jahrzehnten und die wichtige Rolle der Mitschrift 1833 fur eine genauere Rekonstruktion Hoetos Fortgehen vorgestellt. Es wird klar, daβ 1833 Hotho weiter auf die Manuskripte (namlich Hegels Hefts und viele Mitschriften seiner Studenten), die or er fur die Edition der Hegelschen Asthetik zur Vefugung hatte, zuruckgegiffsn, hat, jedoch fangt er schon an ein eignes asthetisches System mit neuen Schwerpunkte zu entwickeln die auch seine Editionanbeit der hegelschen Asthetik beeinflussen weden. Viele sind die Modifikationen und Neuheiten der Vorlesung Hothos, die in die Augen springen: z. B. die Umdeutung von Seiten Hethos der hegelschen Interppetation der Kunst die laut Hegel immer eine geschichtliche Funkion hat in einer subjektven Deutung der Kunst, wo der Begriiff der Phantasie zentral wird. Hinzu kommt, dass die in diesem Aufsatz. kommentierte Mitschrift such wichtige Hinweise gibt uber die erste Standpunkte zur Kunst des jungen F. Th.Vischer. 1833 ist er in Berlin und bekommt er durch diese Vorlesung Hothos den ersten pragenden Eindruck der idealistischen Asthetik. Im Vergleich mit Immanuel Hegels Ausarbeitung der selben Vorsesung, (auch diese Quelle wurde im selben DFG Project von Frau Dr. Collenberg-Plotnikov transkribiert und editorisch bearbeitet) zeigt dieser von Vischer zuwebenen Text wie im Aufeaez klar wird, dass F. Th. Vischer zuweilen kritisch in seiner ersten Auseinandersetzung mit Hothos Vorstellung der Asthetik ist. Besonders interessant ist seine Reaktion zur Deutung des asthetischen Phanomen des Hasslichen. Im Gegensatz zu Hothos Ansicht meint F. Th. Vischer 1833, und merkt diese Uegungen geich in seinem Heft an, dass die Kunst immer das Hiassliche als Moment aufnehmen kann. Diese erste Uberlegungen Vischers werden dann in semen Haupwerken bestatigt Das Interesse der Hegelianer fur das Hassliche ist aber gering und bedingt da das Hassliche ohne watwe Autonomie immer im Bezug zum Schonen verstanden wird. Diese Sicht stammt aber nicht aus Hegels Vorlesungen sondem eher aus Hothos Fassung des Schonen dem auch Vischer verhaftet bleibt