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    독일의 상호문화성 정책의 논거들 = Die Begründungen einer Politik der Interkulturalität in Deutschland

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    다국어 초록 (Multilingual Abstract) kakao i 다국어 번역

    Wenn die Kultur den ökonomischen Marktmechanismen überlassen bliebe, würden bestimmte Angebote nicht mehr existent sein. Darum wird eine Kulturpolitik benötigt. Die Kulturpolitik muss allerdings immer wieder neu begründet werden, denn Kultur ist einer anhaltenden Veränderung unterworfen. Heutzutage spielt ‘kulturelle Vielfalt’ eine zentrale Rolle, wohingegen die Begriffe wie ‘kulturelle Identität’ oder ‘Emanzipation’ in ihren Akzentuierungen an Bedeutung eingebüßt haben. Auch die ökonomische Argumentation seit Mitte der achtziger Jahre hat ihre Stellung verloren.
    Zu Beginn des 21. Jahrhunderts gab es in Deutschland eine Debatte über die Leitkultur im Rahmen der Einwanderungspolitik. In diesem Zusammenhang sprach der damalige Unionsfraktionschef Friedrich Merz von einer „freiheitlichen deutschen Leitkultur”, die von der unbedingten Achtung vor der Würde des Menschen, von seinen unveräußerlichen persönlichen Rechten und von den Freiheits- und Abwehrrechten gegenüber dem Staat geprägt sei. Die Kulturen in diesem Sinne seien ein fester, begrenzter und kristallisierter Behälter. Dagegen vertritt die vorliegende Arbeit die Ansicht, dass sie ständig im Prozess, im ständigen Austausch seien. Auch der Ansatz der Politik der Interkulturalität geht hiervon aus.
    Als Begründungen einer Politik der Interkulturalität wird erstens der ‘weite’ Kulturbegriff der UNESCO erwähnt. Er setzt menschliches Leben und gesellschaftliches Zusammenleben in Beziehung. Und die Kultur umfasst die eine Gesellschaft charakterisierenden Besonderheiten und spricht die Entfaltungsmöglichkeiten des einzelnen Individuums an. Folglich sollten Chancen und Möglichkeiten kultureller Vielhalt gefördert werden. Ein weiterer Punkt der Handlungsempfehlung ist die Partizipation unterschiedlicher Gruppen auf allen Ebenen des Kulturbereichs.
    Zweitens wird der Kulturstaat als Staatsziel behandelt. Hier geht es um die Frage, welche Rolle und welches Selbstverständnis der Staat im Verhältnis zur Kultur hat, wie Kultur durch den Staat gestaltet wird. Die Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland” hat dem Deutschen Bundestag einstimmig empfohlen, Kultur als Staatsziel im Grundgesetz zu verankern. Dadurch würde die herausragende Bedeutung von Kunst und Kultur für das Zusammenleben der Menschen und die Entwicklung jedes einzelnen Individuums ausdrücklich betont. Außerdem vertritt Oliver Scheytt die Auffassung, Individualität und Pluralität als treibende Kräfte der Kultur anzusehen, zu fördern und zu schützen.
    Drittens geht es um den demographischen Wandel als kulturelle Herausforderung. Nach Mark Terkessidis sind heute in den großen Städten mehr als ein Drittel der Bewohner nichtdeutscher Herkunft. Bei den unter Sechsjährigen erreichen die Kinder mit Migrationshintergrund sogar schon die Majorität. Dieser demographische Wandel hat eine neue Situation zur Folge. Um der zunehmenden Vielfalt gerecht zu werden, müssen die durch staatliche oder städtische Gelder finanzierten Institutionen ihr Augenmerk darauf richten, ein neues Publikum für Kunst und Kultur zu gewinnen.
    Die vorliegende Arbeit möchte im Rahmen der ‘kulturelle Vielfalt’ die Begründungen einer Politik der Interkuturalität darstellen. Die Kulturen sind nicht länger die festen, begrenzten, kristallisierten Behälter, als die man sie früher betrachtet hat. Sie befinden sich vielmehr in einem ständigen Prozess, sind im ständigen Austausch mit anderen, sodass das Bild von den Kulturen mehr einem Mosaik gleicht.
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    Wenn die Kultur den ökonomischen Marktmechanismen überlassen bliebe, würden bestimmte Angebote nicht mehr existent sein. Darum wird eine Kulturpolitik benötigt. Die Kulturpolitik muss allerdings immer wieder neu begründet werden, denn Kultur ist ...

    Wenn die Kultur den ökonomischen Marktmechanismen überlassen bliebe, würden bestimmte Angebote nicht mehr existent sein. Darum wird eine Kulturpolitik benötigt. Die Kulturpolitik muss allerdings immer wieder neu begründet werden, denn Kultur ist einer anhaltenden Veränderung unterworfen. Heutzutage spielt ‘kulturelle Vielfalt’ eine zentrale Rolle, wohingegen die Begriffe wie ‘kulturelle Identität’ oder ‘Emanzipation’ in ihren Akzentuierungen an Bedeutung eingebüßt haben. Auch die ökonomische Argumentation seit Mitte der achtziger Jahre hat ihre Stellung verloren.
    Zu Beginn des 21. Jahrhunderts gab es in Deutschland eine Debatte über die Leitkultur im Rahmen der Einwanderungspolitik. In diesem Zusammenhang sprach der damalige Unionsfraktionschef Friedrich Merz von einer „freiheitlichen deutschen Leitkultur”, die von der unbedingten Achtung vor der Würde des Menschen, von seinen unveräußerlichen persönlichen Rechten und von den Freiheits- und Abwehrrechten gegenüber dem Staat geprägt sei. Die Kulturen in diesem Sinne seien ein fester, begrenzter und kristallisierter Behälter. Dagegen vertritt die vorliegende Arbeit die Ansicht, dass sie ständig im Prozess, im ständigen Austausch seien. Auch der Ansatz der Politik der Interkulturalität geht hiervon aus.
    Als Begründungen einer Politik der Interkulturalität wird erstens der ‘weite’ Kulturbegriff der UNESCO erwähnt. Er setzt menschliches Leben und gesellschaftliches Zusammenleben in Beziehung. Und die Kultur umfasst die eine Gesellschaft charakterisierenden Besonderheiten und spricht die Entfaltungsmöglichkeiten des einzelnen Individuums an. Folglich sollten Chancen und Möglichkeiten kultureller Vielhalt gefördert werden. Ein weiterer Punkt der Handlungsempfehlung ist die Partizipation unterschiedlicher Gruppen auf allen Ebenen des Kulturbereichs.
    Zweitens wird der Kulturstaat als Staatsziel behandelt. Hier geht es um die Frage, welche Rolle und welches Selbstverständnis der Staat im Verhältnis zur Kultur hat, wie Kultur durch den Staat gestaltet wird. Die Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland” hat dem Deutschen Bundestag einstimmig empfohlen, Kultur als Staatsziel im Grundgesetz zu verankern. Dadurch würde die herausragende Bedeutung von Kunst und Kultur für das Zusammenleben der Menschen und die Entwicklung jedes einzelnen Individuums ausdrücklich betont. Außerdem vertritt Oliver Scheytt die Auffassung, Individualität und Pluralität als treibende Kräfte der Kultur anzusehen, zu fördern und zu schützen.
    Drittens geht es um den demographischen Wandel als kulturelle Herausforderung. Nach Mark Terkessidis sind heute in den großen Städten mehr als ein Drittel der Bewohner nichtdeutscher Herkunft. Bei den unter Sechsjährigen erreichen die Kinder mit Migrationshintergrund sogar schon die Majorität. Dieser demographische Wandel hat eine neue Situation zur Folge. Um der zunehmenden Vielfalt gerecht zu werden, müssen die durch staatliche oder städtische Gelder finanzierten Institutionen ihr Augenmerk darauf richten, ein neues Publikum für Kunst und Kultur zu gewinnen.
    Die vorliegende Arbeit möchte im Rahmen der ‘kulturelle Vielfalt’ die Begründungen einer Politik der Interkuturalität darstellen. Die Kulturen sind nicht länger die festen, begrenzten, kristallisierten Behälter, als die man sie früher betrachtet hat. Sie befinden sich vielmehr in einem ständigen Prozess, sind im ständigen Austausch mit anderen, sodass das Bild von den Kulturen mehr einem Mosaik gleicht.

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    국문 초록 (Abstract) kakao i 다국어 번역

    특정한 문화 공급이 정책적 후원의 대상이 되기 위해서는 합당한 논거들이 우선되어야 한다. 2차 세계 대전 이후 독일의 문화정책사를 간략히 살펴보면 다음과 같다. 전쟁 직후, 1950-60년대는 문학, 연극, 미술, 음악 등 고전이 주된 문화후원의 대상이었다. 68혁명 이후 70년대에는 ‘해방’이라는 단어가 문화정책을 규정짓는 마법어가 되었고, 90년대에는 ‘경제적 이용’이 그 자리를 대신하였다. 그렇다면 이러한 문화정책의 주도적 방향은 어떠한 방식으로 논증되는 것일까?
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    특정한 문화 공급이 정책적 후원의 대상이 되기 위해서는 합당한 논거들이 우선되어야 한다. 2차 세계 대전 이후 독일의 문화정책사를 간략히 살펴보면 다음과 같다. 전쟁 직후, 1950-60년대는...

    특정한 문화 공급이 정책적 후원의 대상이 되기 위해서는 합당한 논거들이 우선되어야 한다. 2차 세계 대전 이후 독일의 문화정책사를 간략히 살펴보면 다음과 같다. 전쟁 직후, 1950-60년대는 문학, 연극, 미술, 음악 등 고전이 주된 문화후원의 대상이었다. 68혁명 이후 70년대에는 ‘해방’이라는 단어가 문화정책을 규정짓는 마법어가 되었고, 90년대에는 ‘경제적 이용’이 그 자리를 대신하였다. 그렇다면 이러한 문화정책의 주도적 방향은 어떠한 방식으로 논증되는 것일까?

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    참고문헌 (Reference)

    1 한국일보, "한국일보"

    2 조선일보, "조선일보"

    3 새뮤엘 헌팅턴, "문명의 충돌" 김영사 1997

    4 "www. spielgel.de"

    5 "http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,723466,00.html"

    6 "http://www.faz.net/artikel/C30297/wertedebatte-haben-wir-eine-christliche-leitkultur-30003007.html"

    7 Strassl, Karl-Gerhard, "Staatsziel Kultur" Wien 2010

    8 Deutscher Bundestag, "Schlussbericht der Enquete-Kommission “Kultur in Deutschland”"

    9 Haberkorn, Sina, "Neues Publikum für Kunst und Kultur gewinnen" Saarbrücken 2010

    10 Jerman, Tina, "Kunst verbindet Menschen. Interkulturelle Konzepte für eine Gesellschaft im Wandel" Bielefeld 2007

    1 한국일보, "한국일보"

    2 조선일보, "조선일보"

    3 새뮤엘 헌팅턴, "문명의 충돌" 김영사 1997

    4 "www. spielgel.de"

    5 "http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,723466,00.html"

    6 "http://www.faz.net/artikel/C30297/wertedebatte-haben-wir-eine-christliche-leitkultur-30003007.html"

    7 Strassl, Karl-Gerhard, "Staatsziel Kultur" Wien 2010

    8 Deutscher Bundestag, "Schlussbericht der Enquete-Kommission “Kultur in Deutschland”"

    9 Haberkorn, Sina, "Neues Publikum für Kunst und Kultur gewinnen" Saarbrücken 2010

    10 Jerman, Tina, "Kunst verbindet Menschen. Interkulturelle Konzepte für eine Gesellschaft im Wandel" Bielefeld 2007

    11 Scheytt, Oliver, "Kulturstaat Deutschland. Plädoyer für eine aktivierende Kulturpolitik" Bielefeld 2008

    12 Fuchs, Max, "Kulturpolitik" Wiesbaden 2007

    13 Losch, Bernhard, "Kulturfaktor Recht. Grundwerte-Leitbilder-Normen" Köln 2006

    14 Terkessidis, Mark, "Interkultur" Berlin 2010

    15 Bronfen, Elisabeth, "Hybride Kulturen. Einleitung zur anglo-amerikanischen Multikulturalismusdebatte" Elisabeth Bronfen/Benjamin Marius usw 1997

    16 Die Zeit, "Ausgabe"

    17 Siebenhaar, Klaus, "Audience Development oder die Kunst, neues Publikum zu gewinnen" Berlin 2009

    18 Die Welt, "25, Okt. 2000"

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    2015-01-01 등재 등재학술지 유지 (등재유지) KCI등재
    2011-01-01 등재 등재학술지 유지 (등재유지) KCI등재
    2009-01-01 등재 등재학술지 유지 (등재유지) KCI등재
    2007-01-01 등재 등재학술지 유지 (등재유지) KCI등재
    2004-01-01 등재 등재학술지 선정 (등재후보2차) KCI등재
    2003-01-01 등재 등재후보 1차 PASS (등재후보1차) KCI등재후보
    2002-01-01 등재 등재후보학술지 유지 (등재후보1차) KCI등재후보
    1999-07-01 등재 등재후보학술지 선정 (신규평가) KCI등재후보
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