Das dem Denken der Identitat vertraute Denken des Seins in der abendlandischen Philosophietradition, auf der das Husserlsche sowie Heideggersche phanomenologische Denken grundet, wandte Levinas ab zum Denken des anderen. Er vollzieht eine Wende vom De...
Das dem Denken der Identitat vertraute Denken des Seins in der abendlandischen Philosophietradition, auf der das Husserlsche sowie Heideggersche phanomenologische Denken grundet, wandte Levinas ab zum Denken des anderen. Er vollzieht eine Wende vom Denken des Seins, das seit Heidegger thematiziert ist, zum Denken des anderen. Es ist eine fundamentale Umorientierung der philosophischen Einstellung. Es is eine Wende von der Philosophie der Subjektivitat zu derjenige des anderen. Das andere ist das, was ausserhalb der Rechnung und Bestimmung der Subjektivitat liegt, sowie das, was das Konnen der Subjektivitat kaum beherrschen kann. Das andere prasentiert die Idee des Unbestimmten, namlich, die Idee des Unendlichen. Das andere ist das Unbedingte, das als der Gegenstand der phanomenologischen Intentionalitat kaum zu erschophen ist. Levinas vollzieht die hermeneutische Reflektion fur das andere, das nicht als ego-zentrisch, sondern als die dritte Person gegenubertritt. Levinas will nicht das Denken der ego-zentrischen ersten Person, sondern das Denken der anderes-zentrischen dritten Person. Diese hermeneutische Reflektion charakteriziert das metaphysiche ethische Denken uber die Grenze der phanomenogischen Intentionalitat hinaus. Dieses Denken bringt die unendliche ethische Verantwortung fur die andere, die als die Gestalten der Witwe, Waise, Wanderer, der fremden gegenubertreten. Das andere zeigt bei Levinas zum letzten den Gott auf, Gott ist die Endstation des Levinasschen Denkens. Levinas druckt die Idee des Unendlichen, die in der Spur erscheint, mit der spezifischen Sprache die Illeitat(illeite) aus. Diese Hermeneutik der Illeitat ist der Levinassche Beitrag der gegenwartigen Philosophie gegen die herrschende abendandische Philosophie von Husserl bis Heidegger, die die metaphysik durch die Ontologie begrundet.