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    독일 아동문학 『립펠의 꿈 이야기』에 나타난 동양 이미지 = Das Orientbild in der deutschen Kinderliteratur Lippels Traum von Paul Maar

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    Der Ausdruck ‘Orient’ leitet sich von lateinischen oriens mit der Bedeutung ‘aufgehende Sonne, Morgengegend, Osten’ ab und gilt als Oberbegriff fur uberwiegend islamisch gepragte Kulturen. Mit dem Begriff des Orients, der sich aus der Perspektive Europas entwickelt hat, sind seit Jahrhunderten unterschiedliche, z. T. auch widerspruchliche Bilder, Stereotypen und Vorurteile verbunden. Der islamische Orient wurde zur Zielscheibe der christlich-kirchlichenPolemik. Der als Inbegriff des Exotischen und Erotischen wahrgenommene Orient galt sowohl als marchenhaft als auch bedrohlich. In der zweiten Halfte des 20. Jahrhunderts begann die sachliche Auseinandersetzung mit den stereotypischen bzw. vorurteilsbeladenen westlichen Orientbildern und -klischees. Dies geht zum einen auf das Ende der Kolonialzeit und das neu entstandene Selbstbewusstsein der orientalischen Lander zuruck. Zum anderen erforderte die immer großer werdende Migrationswelle aus dem Orient nach Europa und die daraus entstandenen Herausforderungen der interkulturellen Kommunikation eine Auseinandersetzung mit den jeweiligen Selbst- und Fremdbildern. Die Bilder des Orients vollziehen den Spagat zwischen der marchenhaften und exotischen Faszination und der Feindseligkeit, die Angst und Bedrohung erregt. In Deutschland fallt die Feindseligkeit im Bild des Orients mehr in die Auge. Ein harmonisches Nebeneinander der unterschiedlichen Kulturen ist schwer und die Spuren alter Klischees und Vorurteile sind in derMigrationsgesellschaft deutlich zu erkennen. Aus diesem Grunde versuchen die kinder- und jugendliterarischen AutorInnen, mit Hilfe der Kinder- und Jugendliteratur jungen LeserInnen die ausgeglichene Orientbilder zu vermitteln. Mit diesem Ansatz wird in der vorliegenden Arbeit das Orientbild in Paul Maars Werk Lippels Traum(1984) unter die Lupe genommen. Im untersuchten Text der vorliegenden Arbeit wird zuerst der Orientbegriff und das vorgestelltenegative Orientbild ins Auge gefasst. Daruber hinaus wird das marchenhafte, romantische Orientbild aus Lippels Traum untersucht. Der Ausgangspunkt dieses Werkes von Paul Maar ist eine der Geschichte aus Tausendundeine Nacht. Zum Schluß wird die Rekonstruktion des Oriendbilds untersucht, um Orientklischees zu verandern.
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    Der Ausdruck ‘Orient’ leitet sich von lateinischen oriens mit der Bedeutung ‘aufgehende Sonne, Morgengegend, Osten’ ab und gilt als Oberbegriff fur uberwiegend islamisch gepragte Kulturen. Mit dem Begriff des Orients, der sich aus der Perspekt...

    Der Ausdruck ‘Orient’ leitet sich von lateinischen oriens mit der Bedeutung ‘aufgehende Sonne, Morgengegend, Osten’ ab und gilt als Oberbegriff fur uberwiegend islamisch gepragte Kulturen. Mit dem Begriff des Orients, der sich aus der Perspektive Europas entwickelt hat, sind seit Jahrhunderten unterschiedliche, z. T. auch widerspruchliche Bilder, Stereotypen und Vorurteile verbunden. Der islamische Orient wurde zur Zielscheibe der christlich-kirchlichenPolemik. Der als Inbegriff des Exotischen und Erotischen wahrgenommene Orient galt sowohl als marchenhaft als auch bedrohlich. In der zweiten Halfte des 20. Jahrhunderts begann die sachliche Auseinandersetzung mit den stereotypischen bzw. vorurteilsbeladenen westlichen Orientbildern und -klischees. Dies geht zum einen auf das Ende der Kolonialzeit und das neu entstandene Selbstbewusstsein der orientalischen Lander zuruck. Zum anderen erforderte die immer großer werdende Migrationswelle aus dem Orient nach Europa und die daraus entstandenen Herausforderungen der interkulturellen Kommunikation eine Auseinandersetzung mit den jeweiligen Selbst- und Fremdbildern. Die Bilder des Orients vollziehen den Spagat zwischen der marchenhaften und exotischen Faszination und der Feindseligkeit, die Angst und Bedrohung erregt. In Deutschland fallt die Feindseligkeit im Bild des Orients mehr in die Auge. Ein harmonisches Nebeneinander der unterschiedlichen Kulturen ist schwer und die Spuren alter Klischees und Vorurteile sind in derMigrationsgesellschaft deutlich zu erkennen. Aus diesem Grunde versuchen die kinder- und jugendliterarischen AutorInnen, mit Hilfe der Kinder- und Jugendliteratur jungen LeserInnen die ausgeglichene Orientbilder zu vermitteln. Mit diesem Ansatz wird in der vorliegenden Arbeit das Orientbild in Paul Maars Werk Lippels Traum(1984) unter die Lupe genommen. Im untersuchten Text der vorliegenden Arbeit wird zuerst der Orientbegriff und das vorgestelltenegative Orientbild ins Auge gefasst. Daruber hinaus wird das marchenhafte, romantische Orientbild aus Lippels Traum untersucht. Der Ausgangspunkt dieses Werkes von Paul Maar ist eine der Geschichte aus Tausendundeine Nacht. Zum Schluß wird die Rekonstruktion des Oriendbilds untersucht, um Orientklischees zu verandern.

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