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    니클라스 루만의 시스템이론에서 기호와 의미의 문제 = Zum Problem von Zeichen und Sinn in der Systemtheorie von Niklas Luhmann

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    다국어 초록 (Multilingual Abstract) kakao i 다국어 번역

    Die Systemtheorie ist mit der zentralen Problemstellung bafasst, wie Sinn sich selbst bestimmen kann. So stellt die Sinntheorie das Zentrum der Systemtheorie dar. Im Gegenteil dazu bezieht Luhmann die Zeichentheorie nur am Rande in seine Uberlegungen ein, integriert sie nicht systematisch in seinen Theorieentwurf. Fur Luhmann ist der Weltbezug allem Sinn immanent, weil Sinn den Verweisungszusammenhang von aktuellem Vermeinen und potentiellem Vermeinen-Konnen umfasst. Diesen Weltbezug des Sinnes nennt er “Universalitat”, und den Verweisungszusammenhang von aktuellem auf potentiellem Sinn “Selbstreferenz”. Aber nach Luhmann mangelt es dem Zeichen an der beiden “unabdingbaren Eigenschaft von Sinn”. Die Funktion eines Zeichens erfordere immer Verweisung auf etwas Bestimmtes unter Ausschluss von Selbstreferenz. Fur diesen Fall bleibt Luhmann bei einem verengten Zeichenbegriff. Aber bei Peirce, den der spate Luhmann fur die Definition der dreistelligen Form des Zeichens zitiert, werden nicht nur Symbol als Kategorie der Sebstreferenz, sondern auch Ikon als Kategorie des potentiellen Verweisen-Konnens als Zeichen klassifiziert. Eine veranderte Auffasung uber das Zeichen bei Luhmann beginnt mit seiner Beschaftigung mit der Formenlogik, die in der Anlehnung an das Formenkalkul von Spencer Brown umfassend erst Ende der 1980er Jahre in die Systemtheorie eingebaut wird. So gesehen, scheint es kein Zufall zu sein, dass der Aufsatz 「Zeichen als Form」von Luhmann nach seiner ernsthaften Beschaftigung mit der Formenlogik verfasst wurde. Aufgrund der Formenlogik begreift sich Sinn als “so etwas wie eine standige Aufforderung zur Bildung spezifischer Formen, die sich immer noch dadurch auszeichnen, dass sie im Medium von Sinn gebildet sind”. Was die Selbstreferenz von Zeichen betrifft, weist Luhmann darauf hin, dass eine Konsequenz der Formanalyse von Zeichen ist, dab die Semiotik zur Selbstbezeichnung, zur reflexiven Anwendung ihres Zeichenbegriffs auf sich selber befahigt wird. Was die Universalitat von Zeichen angeht, bezeichnet Luhmann Welt als etwas, was durch die Form des Zeichens gespalten wird. Nach dieser Formlulierung werden Zeichen als sinnhafte Einheit der Unterscheidung von Bezeichnedem und Bezeichnetem definiert und die Aubenseite des Zeichens als Welt gedacht, die die Spahre des Mediums von Sinn umfasst. Aufgrund dieser Auffassung kann man zu dem Urteil kommen, dass der Begriff des Zeichens inhaltlich den Begriff des Sinnes ersetzt, und als Form der allgemeinen Erkenntnisse bezeichnet werden kann. Luhmann hat aber den Begriff des Zeichens in dieser Richtung nicht weiter entwickelt. Daher ist es ihm nicht gelungen, weder die Differenz seiner phanomenologischen Betrachtungsweise von der formanalytischen Vorgehensweise aussagekraftig zu unterscheiden noch die beiden Ansatze in Einklang zu bringen.
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    Die Systemtheorie ist mit der zentralen Problemstellung bafasst, wie Sinn sich selbst bestimmen kann. So stellt die Sinntheorie das Zentrum der Systemtheorie dar. Im Gegenteil dazu bezieht Luhmann die Zeichentheorie nur am Rande in seine Uberlegungen ...

    Die Systemtheorie ist mit der zentralen Problemstellung bafasst, wie Sinn sich selbst bestimmen kann. So stellt die Sinntheorie das Zentrum der Systemtheorie dar. Im Gegenteil dazu bezieht Luhmann die Zeichentheorie nur am Rande in seine Uberlegungen ein, integriert sie nicht systematisch in seinen Theorieentwurf. Fur Luhmann ist der Weltbezug allem Sinn immanent, weil Sinn den Verweisungszusammenhang von aktuellem Vermeinen und potentiellem Vermeinen-Konnen umfasst. Diesen Weltbezug des Sinnes nennt er “Universalitat”, und den Verweisungszusammenhang von aktuellem auf potentiellem Sinn “Selbstreferenz”. Aber nach Luhmann mangelt es dem Zeichen an der beiden “unabdingbaren Eigenschaft von Sinn”. Die Funktion eines Zeichens erfordere immer Verweisung auf etwas Bestimmtes unter Ausschluss von Selbstreferenz. Fur diesen Fall bleibt Luhmann bei einem verengten Zeichenbegriff. Aber bei Peirce, den der spate Luhmann fur die Definition der dreistelligen Form des Zeichens zitiert, werden nicht nur Symbol als Kategorie der Sebstreferenz, sondern auch Ikon als Kategorie des potentiellen Verweisen-Konnens als Zeichen klassifiziert. Eine veranderte Auffasung uber das Zeichen bei Luhmann beginnt mit seiner Beschaftigung mit der Formenlogik, die in der Anlehnung an das Formenkalkul von Spencer Brown umfassend erst Ende der 1980er Jahre in die Systemtheorie eingebaut wird. So gesehen, scheint es kein Zufall zu sein, dass der Aufsatz 「Zeichen als Form」von Luhmann nach seiner ernsthaften Beschaftigung mit der Formenlogik verfasst wurde. Aufgrund der Formenlogik begreift sich Sinn als “so etwas wie eine standige Aufforderung zur Bildung spezifischer Formen, die sich immer noch dadurch auszeichnen, dass sie im Medium von Sinn gebildet sind”. Was die Selbstreferenz von Zeichen betrifft, weist Luhmann darauf hin, dass eine Konsequenz der Formanalyse von Zeichen ist, dab die Semiotik zur Selbstbezeichnung, zur reflexiven Anwendung ihres Zeichenbegriffs auf sich selber befahigt wird. Was die Universalitat von Zeichen angeht, bezeichnet Luhmann Welt als etwas, was durch die Form des Zeichens gespalten wird. Nach dieser Formlulierung werden Zeichen als sinnhafte Einheit der Unterscheidung von Bezeichnedem und Bezeichnetem definiert und die Aubenseite des Zeichens als Welt gedacht, die die Spahre des Mediums von Sinn umfasst. Aufgrund dieser Auffassung kann man zu dem Urteil kommen, dass der Begriff des Zeichens inhaltlich den Begriff des Sinnes ersetzt, und als Form der allgemeinen Erkenntnisse bezeichnet werden kann. Luhmann hat aber den Begriff des Zeichens in dieser Richtung nicht weiter entwickelt. Daher ist es ihm nicht gelungen, weder die Differenz seiner phanomenologischen Betrachtungsweise von der formanalytischen Vorgehensweise aussagekraftig zu unterscheiden noch die beiden Ansatze in Einklang zu bringen.

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    참고문헌 (Reference)

    1 Luhmann, Niklas, "Zeichen als Form, In Probleme der Form" Suhrkamp S45-S69, 1993

    2 Weber, Max, "Wirtschaft und Gesellschaft. Grundriß der verstehenden Soziologie. Studienausg." Mohr 1922

    3 Habermas, Jürgen, "Vorstudien und Ergänzungen zur Theorie des kommunikativen Handelns" 1970

    4 Luhmann, Niklas, "Soziologische Aufklärung 5. Konstruktivistische Perspektiven" GWV Fachverlag 2009

    5 Luhmann, Niklas, "Soziale Systeme. Grundriß einer allgemeinen Theorie" Suhrkamp 1987

    6 Schützeichel, Rainer, "Sinn als Grundbegriff bei Niklas Luhmann" Campus 2003

    7 Peirce, Ch. S., "Semiotische Schriften, Bd. 2" Suhrkamp taschenbuch 2000

    8 Peirce, Ch. S., "Semiotische Schriften, Bd. 1" Suhrkamp taschenbuch 2000

    9 Spencer-Brown, George, "Laws of form" Cognizer 1994

    10 Saussure, Ferdinand de, "Grundfragen der allgemeinen Sprachwissenschaft" Walter de Gruyter 2001

    1 Luhmann, Niklas, "Zeichen als Form, In Probleme der Form" Suhrkamp S45-S69, 1993

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    3 Habermas, Jürgen, "Vorstudien und Ergänzungen zur Theorie des kommunikativen Handelns" 1970

    4 Luhmann, Niklas, "Soziologische Aufklärung 5. Konstruktivistische Perspektiven" GWV Fachverlag 2009

    5 Luhmann, Niklas, "Soziale Systeme. Grundriß einer allgemeinen Theorie" Suhrkamp 1987

    6 Schützeichel, Rainer, "Sinn als Grundbegriff bei Niklas Luhmann" Campus 2003

    7 Peirce, Ch. S., "Semiotische Schriften, Bd. 2" Suhrkamp taschenbuch 2000

    8 Peirce, Ch. S., "Semiotische Schriften, Bd. 1" Suhrkamp taschenbuch 2000

    9 Spencer-Brown, George, "Laws of form" Cognizer 1994

    10 Saussure, Ferdinand de, "Grundfragen der allgemeinen Sprachwissenschaft" Walter de Gruyter 2001

    11 Luhmann, Niklas, "Gesellschaftsstruktur und Semantik. Studien zur Wissenssoziologie der modernen Gesellschaft, Bd. 1" Suhrkamp 1993

    12 Luhmann, Niklas, "Gesellschaftsstruktur und Semantik, Bd. 2" Suhrkamp 1981

    13 Husserl, Edmund, "Gesammelte Werke, Bd. III/1, Ideen zu einer reinen Phänomenologie und phänomenologischen Philosophie, In Erstes Buch, 1. Halbband" Martinus Nijhoff 1976

    14 Luhmann, Niklas, "Essays on Self-Reference" Columbia University Press 1990

    15 Jürgen Mittelstraß, "Enzyklopädie. Philosophie und Wissenschaftstheorie, Bd. 3" Metzler 1995

    16 Luhmann, Niklas, "Einführung in die Systemtheorie" Max Niemeyer 2009

    17 Luhmann, Niklas, "Die Gesellschaft der Gesellschaft" Suhrkamp 1998

    18 Luhmann, Niklas, "Der Sinn als Grundbegriff der Soziologie, In Theorie der Gesellschaft oder Sozialtechnologie" Suhrkamp 25-100, 1971

    19 Gérard Deledalle, "Charles S. Peirce’s philosophy of signs. Essays in comparative semiotics" Indiana University Press 2000

    20 Mannheim, Karl, "Beiträge zur Theorie der Weltanschauungs- Interpretation, In Wissenssoziologie" Luchterhand 1921

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