In der vorliegenden Arbeit wird die Problematik der Intertextualitat von Bildern in Medientexten behandelt. Unter Intertextualitat wird das Phanomen verstanden, dass konkrete Texte auf andere Bezug nehmen. Dabei lassen sich eine engere und weitere Kon...
In der vorliegenden Arbeit wird die Problematik der Intertextualitat von Bildern in Medientexten behandelt. Unter Intertextualitat wird das Phanomen verstanden, dass konkrete Texte auf andere Bezug nehmen. Dabei lassen sich eine engere und weitere Konzeption unterscheiden. In der engeren Auffassung werden andere Texte beispielsweise auf mehr oder minder explizite Weise zitiert oder verfremdend auf sie angespielt. Die weitere Auffassung geht davon aus, dass konkrete Texte zwangslaufig einer bestimmten Textsorte angehoren und auf andere dazugehorigen Textexemplare Bezug nehmen. Hierbei geht es um Referenzen von einem Text in Bezug auf Textsortenmustern. Der Textbegriff wurde ursprunglich auf sprachlich-kommunikative Ereignisse angewandt. Heutztage besteht die Tendenz, den Bedeutungsumfang von Texten auf multimodalen Zeichenstrukturen auszudehnen. Insofern kann auch der Intertextualitatkonzept sinnvoll auf Bilder oder Bild-Sprache-Verbindungen ubertragen werden. Wie in Sprachtexten sind intertextuelle Phanomene auch in Bilder von Medientexten festzustellen: Es gibt Falle, wo bewusst auf ein bekanntes Bildelement angespielt wird, Bildsorten haben inhaltliche und formale Gestaltungsmuster, auf die einzlene Bilder intertextuell Bezug nehmen. Ein intertexuelles Wissen von Bildern ist von Bedeutung, weil es sowohl die Bildproduktion als auch -rezeption steuert und erleichtert.